Marie Sachsen-Weimar-Eisenach

Pievieno šai personai bildi!
Dzimšanas datums:
03.02.1808
Miršanas datums:
18.01.1877
Papildu vārdi:
Marie Luise Alexandrine, Princess Marie of Saxe-Weimar-Eisenach, Maria Sachsen-Weimar-Eisenach, Мария Саксен-Веймар-Эйзенахская, Мария Луиза Александрина
Kategorijas:
Princese
Kapsēta:
Berlin-Mitte, Dorotheenstädtisch-Friedrichwerderscher Friedhof I

Marie Prinzessin von Sachsen-Weimar-Eisenach, eigentlich: Maria Luise Alexandrina (* 3. Februar 1808 in Weimar; † 18. Januar 1877 in Berlin) war durch Heirat Prinzessin von Preußen.

Frühe Jahre

Prinzessin Marie war die älteste Tochter des Erbprinzen und späteren Großherzogs Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach und der Großfürstin Maria Pawlowna Romanowa, einer Schwester Zar Alexanders I. von Russland. Während ihr Vater ein schüchterner Mensch war, dessen bevorzugte Lektüre bis zum Ende seines Lebens Märchen blieben, nannte Johann Wolfgang von Goethe ihre Mutter „eine der besten und bedeutendsten Frauen ihrer Zeit“. Gemeinsam mit ihrer drei Jahre jüngeren Schwester Augusta erhielt Marie eine umfassende Bildung, die darauf ausgerichtet war, später höfische Repräsentationspflichten wahrzunehmen. Dazu gehörte auch Zeichenunterricht, den ihnen die Hofmalerin Louise Seidler erteilte, sowie ein gründlicher Musikunterricht, für den der Hofkapellmeister Johann Nepomuk Hummel zuständig war.

Der Hof in Weimar, an dem Marie aufwuchs, galt als einer der liberalsten; als erstes Land in Deutschland hatte man bereits 1816 eine Verfassung verabschiedet. Weimar war darüber hinaus dank des weiterwirkenden Einflusses der 1807 verstorbenen Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach gegenüber Kunst und Literatur sehr aufgeschlossen. Goethe, dem bis 1817 die Leitung des Weimarer Hoftheaters oblag, blieb auch weiterhin ein gern gesehener Gast am großherzoglichen Hof.

Im Jahr 1815 wurde Maries Großvater Herzog Karl August durch den Einfluss des Zaren und die eigene konsequente nationale Haltung durch den Wiener Kongress in den Rang eines Großherzogs erhoben. Zudem erfuhr das Großherzogtum eine beträchtliche Gebietserweiterung. Fortan durfte Prinzessin Marie den Titel Königliche Hoheit führen.

Eine Prinzessin als Heiratsware

Marie war sechzehn Jahre alt, als sie 1824 in Frankfurt an der Oder erstmals ihrem späteren Mann, dem Prinzen Carl von Preußen, begegnete. Er war der dritte Sohn von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Königin Luise, geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz.

Erbgroßherzogin Maria Pawlowna war mit ihren beiden Töchtern auf dem Weg nach Russland und traf sich in Frankfurt mit ihrem Bruder, dem Großfürsten Nikolaus und dessen Gemahlin Charlotte. Dort wurden sie von den Prinzenbrüdern Wilhelm und Carl in Vertretung des preußischen Königs begrüßt. Bei diesem Treffen verliebte sich Prinz Carl in Marie, sein älterer Bruder Wilhelm war zu diesem Zeitpunkt noch heftig in die polnische Prinzessin Elisa Radziwill verliebt.

König Friedrich Wilhelm III. war höchst angetan von den Heiratsabsichten seines Sohnes und setzte sich umgehend mit den Höfen in Sankt Petersburg und Weimar in Verbindung, wo jedoch weder von der Zarinmutter Maria Fjodorowna, die weiterhin die Autorität in Familienangelegenheiten verkörperte, noch von der Mutter der Angebeteten, der Erbgroßherzogin Maria Pawlowna, die erhoffte Resonanz erfolgte. In beiden Residenzen wünschte man Marie für einen Thronfolger eines wenn auch kleineren Hauses aufzusparen, der drittgeborene Sohn einer großen Dynastie reizte weniger.

Von russischer Seite wurde schließlich eine Verbindung des Prinzen Wilhelm mit Marie sowie des Prinzen Carl mit der jüngeren Augusta erwogen, was altersmäßig besser zusammengepasst und den Weimarer Hof sicherlich sofort zufriedengestellt hätte. König Friedrich Wilhelm wiederum konnte diesen Absichten, die völlig gegen die Empfindungen seines Sohnes Carl gerichtet waren, nichts abgewinnen.

Es blieb nicht aus, dass die Verbindung des Prinzen Wilhelm mit Elisa Radziwill nun eine neue Dimension bekam. Besonders Erbgroßherzogin Maria Pawlowna hatte ein großes Interesse daran, die „Demoiselle Radziwill“ mit allen ihr möglichen Mitteln zu diffamieren. Nach außen hin wünschte sie nicht, die Heirat ihrer Tochter auf den Trümmern von Wilhelms Glück zu gründen; bei sich sah sie jedoch schon die Thronfolge auf Maries und Carls Erben zukommen. So wäre es ihr eigentlich nicht willkommen gewesen, hätte sich Wilhelm von Elisa getrennt, wäre er doch dadurch frei geworden für eine ebenbürtige Ehe mit thronfolgeberechtigten Nachkommen. Einen Verbündeten in ihrem Drang nach Herabsetzung der „polnischen Prinzessin“ fand Maria Pawlowna in Großherzog Georg von Mecklenburg-Strelitz, dem Bruder der so früh verstorbenen Königin Luise und Onkel des Prinzen Carl.

Über zwei Jahre zogen sich die Verhandlungen bereits hin, bis es schließlich der Zarinmutter Maria Fjodorowna gelang, ihre Tochter umzustimmen. Die Eltern der Braut waren nun beide bereit, der Heirat Maries mit Carl zuzustimmen, ohne Forderungen an Prinz Wilhelm zu stellen.

Sieg der Liebe

Am 26. Mai 1827 heirateten Prinzessin Marie und Prinz Carl von Preußen in Charlottenburg bei Berlin. Das Glück der beiden, die so lange als Zankapfel dynastischer Interessen gedient hatten, wurde zehn Monate nach der Hochzeit mit der Geburt des Sohnes Friedrich Karl vollkommen. Carls Bruder Wilhelm und Maries Schwester Augusta beugten sich dem dynastischen Druck und schlossen zwei Jahre später die Ehe. Im Gegensatz zur Liebesheirat Carls und Maries wurde diese Vernunftehe keine glückliche. Wilhelm empfand die junge Augusta als „ausgezeichnete Persönlichkeit“, allerdings auch äußerlich weniger reizvoll als ihre ältere Schwester. Augusta dagegen war in ihren Mann verliebt und voll Hoffnung auf eine glückliche Ehe. Ihr war die unglückliche Liebe zu Elisa Radziwill bekannt, doch gab sie sich der Illusion hin, dass sie ihm diese ersetzen könne. Im Laufe ihrer Ehe fand sie sich damit ab, nur geachtet, aber nicht geliebt zu werden.

Leben in Berlin und Glienicke

Ab 1829 lebte die junge Familie in ihrer Winterresidenz im Palais Prinz Carl in Berlin am Wilhelmplatz Nr. 8–9, das nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel umgebaut worden war. Bereits im Jahre 1824 hatte Prinz Carl ein im heutigen Volkspark Glienicke gelegenes Landhaus erworben und ließ dieses bis zum Jahre 1826 für sich und seine Familie durch Karl Friedrich Schinkel zum Schloss Glienicke umbauen. Das Schloss wurde für den Prinzen Carl und seine Gemahlin Prinzessin Marie zum bevorzugten Aufenthaltsort. Ein Casino und die Kleine Neugierde folgten, letzteres Gebäude ließ Carl mit antiken Mosaiken aus Karthago auslegen. Im Jahre 1835 wurde die Rotunde Große Neugierde errichtet und der Park in Glienicke in den Folgejahren konsequent ausgebaut.

Im Jahre 1859 kaufte Prinz Carl das Glienicker Jagdschloss für seinen Sohn, den Prinzen Friedrich Karl von Preußen.

In Anerkennung der Verdienste des 1. Westfälischen Feldartillerie-Regiments Nr. 7 im Feldzug von 1864 ernannte König Wilhelm I. am 7. Dezember 1865 seine Schwägerin Prinzessin Marie zum Chef des Regiments. Sie war die Mutter von Friedrich Karl von Preußen, der 1864 als General der Kavallerie den Oberbefehl über die preußischen Truppen in Schleswig-Holstein hatte, am 18. April 1864 unter Beteiligung von Batterien des Regiments die Düppeler Schanzen erstürmte und damit im Deutsch-Dänischen Krieg den entscheidenden Sieg für Preußen und Österreich errang.

1877 starb Prinzessin Marie im Alter von 69 Jahren. Prinz Carl ließ eine Gruft unter der Kirche St. Peter und Paul in Wannsee nahe der Pfaueninsel anlegen, wo er selbst in der Nacht vom 24. zum 25. Januar 1883 neben Prinzessin Marie bestattet wurde.

Nachkommen

Aus der am 26. Mai 1827 geschlossenen Ehe von Prinzessin Marie und Prinz Carl von Preußen gingen drei Kinder hervor:

  • Friedrich Karl von Preußen (1828–1885) ∞ 1854 Marie Anne von Anhalt-Dessau (1837–1906), Tochter von Leopold IV. von Anhalt-Dessau
  • Marie Luise Anna von Preußen (1829–1901) ∞ 1854–1861 Landgraf Alexis von Hessen-Philippsthal-Barchfeld (1829–1905)
    Sie erwarb 1873 das Schloss Montfort und nutzte es bis zu ihrem Tod vor allem im Sommer als Wohnsitz am Bodensee.
  • Marie Anna Friederike von Preußen (1836–1918) ∞ 1853 Landgraf Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel-Rumpenheim (1820–1884)

Avoti: wikipedia.org

Nav pesaistītu vietu

    loading...

        Saiknes

        Saistītās personas vārdsSaitesDzimšanas datumsMiršanas datumsApraksts
        1Karl  FriedrichKarl FriedrichTēvs02.02.178308.07.1853
        2Maria  PawlownaMaria PawlownaMāte04.02.178611.06.1859
        3
        Paul Alexander Karl Constantin Frederick AugustBrālis25.09.180510.04.1806
        4Karl Alexander  August JohannKarl Alexander August JohannBrālis24.06.181805.01.1901
        5Augusta Marie  Luise KatharinaAugusta Marie Luise KatharinaMāsa30.09.181107.01.1890
        6Aleksandrs I RomanovsAleksandrs I RomanovsOnkulis12.12.177719.11.1825
        7Nikolajs I  RomanovsNikolajs I RomanovsOnkulis06.07.179618.02.1855
        8Михаил ПавловичМихаил ПавловичOnkulis08.02.179828.08.1849
        9Константин ПавловичКонстантин ПавловичOnkulis27.04.177915.06.1831
        10Duchess Maria DorotheaDuchess Maria DorotheaTante01.11.179730.03.1855
        11Екатерина ПавловнаЕкатерина ПавловнаTante10.05.178809.01.1819
        12Елена  ПавловнаЕлена ПавловнаTante17.12.178424.09.1803
        13Pawel  RomanowPawel RomanowBrāļa/māsas dēls03.10.186030.01.1919
        14Aleksandrs III RomanovsAleksandrs III RomanovsBrāļa/māsas dēls10.03.184501.11.1894
        15Великий Князь Георгий МихайловичВеликий Князь Георгий МихайловичBrāļa/māsas dēls23.08.186330.01.1919
        16Nikolai  Michailowitsch RomanowNikolai Michailowitsch RomanowBrāļa/māsas dēls14.04.185930.01.1919
        17Дмитрий Константинович РомановДмитрий Константинович РомановBrāļa/māsas dēls01.06.186030.01.1919
        18Princess LouisePrincess LouiseBrāļa/māsas meita03.12.183823.04.1923
        19Pāvils I RomanovsPāvils I RomanovsVectēvs01.10.175423.03.1801
        20Sophie DorotheeSophie DorotheeVecāmāte14.10.175924.10.1828
        21Pēteris III RomanovsPēteris III RomanovsVecvectēvs21.02.172817.07.1762
        22Frederick II Eugene Württemberg, DukeFrederick II Eugene Württemberg, DukeVecvectēvs21.01.173223.12.1797
        23Staņislavs PoņatovskisStaņislavs PoņatovskisVecvectēvs17.01.173212.02.1798
        24Katrīna II  LielāKatrīna II LielāVecvecmāte02.05.172917.11.1796
        25Константин КонстантиновичКонстантин КонстантиновичBrālēns/māsīca10.08.185802.06.1915
        26Peter von  OldenburgPeter von OldenburgBrālēns/māsīca26.08.181214.05.1881
        27Aleksandrs II RomanovsAleksandrs II RomanovsBrālēns/māsīca29.04.181813.03.1881
        28Екатерина МихайловнаЕкатерина МихайловнаBrālēns/māsīca16.08.182730.04.1894
        29Marija  Nikolajewna RomanowaMarija Nikolajewna RomanowaBrālēns/māsīca18.08.181921.02.1876
        30Olga  RomanowaOlga RomanowaBrālēns/māsīca11.09.182230.10.1892
        31Gustaw EhrenbergGustaw EhrenbergBrālēns/māsīca14.02.181828.09.1895
        32Николай СтаршийНиколай СтаршийBrālēns/māsīca27.07.183113.04.1891
        33Николай КонстантиновичНиколай КонстантиновичBrālēns/māsīca14.02.185027.01.1918
        34Konstantin  Nikolajewitsch RomanowKonstantin Nikolajewitsch RomanowBrālēns/māsīca21.09.182725.01.1892
        35Ольга КонстантиновнаОльга КонстантиновнаBrālēns/māsīca03.09.185118.06.1926

        Nav norādīti notikumi

        Birkas